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29.12.2009

Betreff: AW: Zitterer-Ferkel vom 22.12.2009

hallo herr heggemann,
ich persönlich kenne zwar keine genaueren ergebnisse. jedoch hat mir mal jemand auf einer fachtagung (Vertreterin der Futtermittelindustrie, ehemalige Landwirtin) erzählt, dass durch eine langsame steigerung der Futtermenge ab dem 85. TT bis zur geburt hin die wurfgewichte gut gesteigert werden konnte. bei einer raschen erhöhung der futtermenge würde das geburtsgewicht der ferkel zwar ebenfall gesteigert werden. jedoch würde die streuung der gewichte der einzellnen ferkel wesentlich weiter auseinander liegen.

aufgrund eigener erfahrungen kann ich sagen, dass die sauen, wo in gruppenhaltung gehalten werden eine viel größere schwankung aufweisen. dies liegt vor allem daran, dass einen teil der sauen mehr futter aufnimmt. diese haben dann fast schon probleme mit zu großen ferkeln bei der geburt. die anderen sauen haben dann oftmals unterdurchschnittlich große ferkel.

ein weiteres problem sehe ich darin, dass die sauen bei mir immer vermehrt viel zu früh abferkeln (oftmals schon am 113. auf den 114. Tag). Dies konnte ich vermehrt bei einer Genetik mit französischer Herkunkft beobachten, sowie bei sehr großen würfen.

wissenschaftliche ergebnisse im hinblich auf die genetik würden mich ebenfalls sehr interessieren.

viele grüße und ebenfalls einen guten rutsch ins neue Jahr!
Steffen W.

Antwort auf:

Moin Thomas Peter (mit dem Ausdenken nicht übertreiben;-)), Hoohoohoohooo ) auf Spreizerferkel treffen die Ausführungen so nicht zu. Nach meiner Erfahrung wird das wesentlich häufiger durch Mycotoxine ausgelöst. Bei den Geburtsgewichten streiten sich die Gelehrten ein wenig; was ist Genetik und was ist Fütterung? Die Wahrheit liegt meines Erachtens in der Mitte. Das Problem ist ja die enorme Steigerung der Wurfgröße.Das dann die Geburtsgewichte sinken, ist ja eigentlich logisch. Ich bin der Meinung, dass wir mehr über Wurfgewichte und nicht über Geburtsgewichte reden sollten.
Wenn man Würfe mit 15 oder mehr lebend geb. Ferkeln hat, können diese nicht im Durchschnitt 1400 g wiegen.
Meiner Meinung liegt der Schwerpunkt der Beeinflußbarkeit der Wurfgewichte eher im züchterischen Bereich, durch die Fütterung kann man nur noch an der kleinen Schraube drehen. Mich würden mal andere Meinugen zu dem Thema interessieren!!!!! Kennt jemand wissentschaftliche Versuche zu dem Thema?
(Wenn möglich nicht von der Futtermittelindustrie durchgeführt)

Allen Pigpoolern schon mal an dieser Stelle einen guten Rutsch und bleibt
schön gesund!!!

Dr. Reinhold Heggemann

Antwort auf:

Guten Tag Herr Heggemann, triff dies was Sie beschrieben haben auch auf Spreizer Ferkel zu? Wie kann ich meine Geburtsgewichte steigern? Gruß Thomas Peter

Antwort auf:

Moin, moin WER??????
Es wäre sehr schön, wenn man einen Namen/Anrede hätte. Wenn Ihr euren richtigen Namen nicht nennen wollt, was ich im Einzelfall verstehe, dann denkt Euch einfach einen aus.

Zum Thema:
Eine Behandlung gibt es nicht!!
Als Ursache darf ein Virus vermutet werden. Wenn man solche Ferkel untersucht, sind häufig Vakuolen (salopp Luftlöcher) im Gehirngewebe zu erkennen. Das Phänomen des Zitterns kommt häufig dann zustande, wenn die Bestandsimmunität durcheinandergerät. Das kann passieren durch Aufstockung (hoher Anteil an Jungsauenwürfen) und Genetikwechsel. Hat so etwas bei dir stattgefunden? Einige Bestände machen auch einfach die Erstinfektion durch. Manchmal kann auch PRRS/Circo so etwas auslösen oder Toxine im Futter. Ist aber eher selten.
Weiterer Verlauf: Abwarten und Tee trinken. Nach 12 Wochen hat man in der Regel das Gröbste überstanden. Zukünftig mehr auf eine professionelle Jungsaueneingliederung achten, um die Infektion der Jungsauen während der Eingewöhnungsphase zu erreichen und nicht erst während der Trächtigkeit. Je nach Zeitpunkt der Infektion während der Trächtigkeit kommt dann das Bild zustande, dass nur einzelne Ferkel (späte Infektion) oder ganze Würfe (frühe Infektion) betroffen sind. Da es bei dir jetzt ganze Würfe sind auch wieder die Schlussfolgerung, dass das Gröbste durch ist.
Mach dir also keine allzugroßen Sorgen und feiere entspannt Weihnachten!!

Wünsche ich natürlich auch allen anderen Lesern von PIGPOOL und allen einen guten Rutsch und vor allem,....... bleibt gesund!!

Dr. Reinhold Heggemann

Antwort auf:

Wir haben seit ca. 12 Wochen bei den wöchentlichen Abferkelungen Zitterer-Ferkel zu verzeichnen. Manchmal nur einzelne Ferkel im Wurf.
In lezter Zeit jedoch auch komplette Würfe.
Eine Behandlung der Ferkel mit 0,5ml Vit B hat nicht geholfen, auch keine Behandlung der Sauen eine Woche vor Abferkelung mit Vitamine B und
200'er Eisen.
Zumeist überleben diese Ferkel nicht.
Was können wir tun??