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20.10.2017

Hohe Anmeldezahlen bei der Initiative Tierwohl

(pigpool) Die Zahl der Schweinehalter, die bei der Initiative Tierwohl (ITW) mitmachen, steigt ab 2018 um 70 Prozent auf mehr als 4.100 Betriebe. Die ITW hat alle interessierten Betriebe für die Auditierung zugelassen. Damit werden in der Schweinemast rund 23 Prozent der Tiere in Deutschland unter ITW-Bedingungen gehalten.

Das Interesse der Schweinehalter an der Initiative Tierwohl ist weiterhin sehr groß, teilt die ITW am Montagnachmittag mit. In dem gerade zu Ende gegangenen Anmeldezeitraum haben sich 4.157 Betriebe mit über 26 Millionen Schweinen für die Teilnahme an der zweiten Programmphase 2018-2020 der Initiative Tierwohl registriert. „Damit werden zukünftig für fast doppelt so viele Schweine Tierwohlmaßnahmen umgesetzt. Bezogen auf die Schweinemast werden über 23 Prozent der Tiere in Deutschland aus Betrieben kommen, die an der Initiative Tierwohl teilnehmen“, sagt Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl.

Kein Betrieb muss auf die Warteliste

Alle Schweinehalter, die sich für die Initiative angemeldet haben, können teilnehmen, kein Betrieb muss auf eine Warteliste, heißt es bei der ITW weiter. „Das andauernde große Interesse der Tierhalter ist ein starkes Signal. Die Landwirtschaft beweist ihren Willen, mehr Tierwohl in den Betrieben umzusetzen“, so Hinrichs. Die ITW verweist darauf, dass in der neuen Programmphase ab 2018 die Teilnehmerzahl der Schweinehalter um 70 Prozent wächst.

Engagement von Handel und Landwirtschaft

Diese deutliche Steigerung der Teilnehmerzahl werde mit der Erhöhung der Finanzmittel durch den Lebensmitteleinzelhandel ermöglicht, so die ITW weiter. Der Handel wird zukünftig jährlich insgesamt rund 130 Millionen Euro anstatt der bisherigen 85 Millionen Euro zur Verfügung stellen. „Die Partner der Initiative Tierwohl haben bewiesen, dass sie an den Erfolg des Branchenbündnisses glauben. Mit der hohen Anmeldezahl sehen wir uns auf unserem Weg bestätigt, mehr Tierwohl in einer Vielzahl von Betrieben zu ermöglichen“, sagte Hinrichs.  Die Anmeldezahlen der geflügelhaltenden Betriebe will die ITW in den nächsten Tagen veröffentlichen.


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20.10.2017

Bei ASP-Ausbruch droht sofortiger Exportstopp

(pigpool) Deutschland ist in hohem Maße von Schweinefleischexporten abhängig. Die großen deutschen Schlachtunternehmen exportieren mittlerweile mehr als die Hälfte ihrer Waren ins Ausland. Dieser hohe Exportanteil birgt große Gefahren. Wie der Leiter des Referats Tiergesundheit im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Hans-Joachim Bätza, berichtet, droht im Falle eines ASP-Nachweises bei Schwarzwild der komplette Verlust wichtiger Drittlandsmärkte wie zum Beispiel China. Das liegt unter anderem daran, dass die Veterinärprotokolle auf ASP-Freiheit basieren und die Importeure einer Regionalisierung, also der Ausfuhr aus nicht betroffenen Gebieten, kaum zustimmen werden.

Wie Bätza betonte, arbeitet das BMEL schon seit längerer Zeit an Krisenplänen. Dabei stimme sich das Ministerium eng mit den Ländern und den betroffenen Berufsverbänden ab. Sollte es tatsächlich einen ASP-Fall bei Wildschweinen geben, sei Eile bei der Bekämpfung geboten, denn sonst drohe die Tierseuche - wie im Nordosten der Europäischen Union - endemisch zu werden. In den Infektionsgebieten sei neben Verbringungsverboten für lebende Schweine auch die Ausfuhr von Schweinefleisch von frei getesteten Tieren untersagt, wobei es aber Ausnahmen geben könne. Allerdings müsste dieses Fleisch dann erhitzt und gekennzeichnet werden, wofür es kaum Abnehmer geben dürfte.


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20.10.2017

Aktuelle Schweinepreise am Markt

Marktverlauf Schweinepreise:

Auch in der neuen Vermarktungswoche fällt das Angebot an schlachtreifen Schweinen sehr umfangreich aus. Die Nachfrage von Seiten der Schlachtindustrie ist entsprechend lebhaft, so dass der Vereinigungspreis auch in dieser Woche bei 1,50 € verbleibt. 
Bitte melden Sie Ihre Schlachtschweine frühzeitig, damit wir die LKW's und die freien Schlachthaken optimal ausnutzen können.

Schweinepreise Angebot und Nachfrage:  115%, rege


Marktverlauf Ferkelpreise:

Regional als auch europaweit sind die Ferkelnotierungen in der letzten Woche weiter zurückgegangen, so dass die SVG in dieser Woche gezwungen ist eine weitere Preiskorrektur vorzunehmen. Das gute Wetter führt zusätzlich zu einer reduzierten Aufnahmebereitschaft seitens der Mäster, da dringend anstehende Feldarbeiten zeitnah zu erledigen sind. Die SVG Notierungen fallen entsprechend um 2,00 € pro Ferkel.

Ferkelpreise Angebot und Nachfrage:  100%, ruhig
 

Preise für Schlachtschweine
Netto € /kg Schlachtgewicht

Ferkelpreise
Netto € / Schlachtgewicht

Kalenderwoche

 

Freie Vermarktung
100er Partie

Gekopp. Vermarktung
400er Partie

41 / 42

1,50 € / kg

54,- € / 28 kg

56,- € / 28 kg

42 / 43

1,50 € / kg

52,- / 28 kg

54,- € / 28 kg



 


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14.10.2017

Anuga: Veggiehype vorbei, Fleisch liegt im Trend

(pigpool) Alles wieder normal? Beim Thema Veggie scheint das der Fall zu sein. Auf der diesjährigen Anuga, der wichtigsten Fachmesse für Trends im Lebensmittelbereich, waren sich viele Fachleute jedenfalls darin einig, dass das Interesse am Thema „Veggie-Fleisch“ deutlich nachgelassen hat. In der „Fleischhalle“ lag die Zahl der „Veggie-Aussteller“ jedenfalls nur im einstelligen Bereich. Die Fleischbranche, die in Köln 5,5 ha Hallenfläche belegt, scheint das Zepter wieder fest in der Hand zu halten. Rund 900 Aussteller aus über 100 Ländern bedeuten einen neuen Rekord.

Nach Informationen des Marktforschungsinstituts Resources (IRI) sind die Einkaufsmengen der Verbraucher bei Fleisch und Wurst im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht angestiegen - wenn auch nur um 1 % auf 780.000 t bei Wurst- und Fleischwaren und 694.000 t bei Fleisch. Wahr ist allerdings auch, dass rund 30 % der Deutschen ihren Fleisch- und Wurstkonsum reduzieren wollen. Derzeit kauft jeder Deutsche nach Angaben der GFK für knapp 540 € im Jahr Fleisch und Wurst ein.

Die wichtigsten Diskussionen im Fleischhandel und -verkauf drehen sich um die Themen Convenience, Gesundheit, Rückverfolgbarkeit und Tierwohl. Viele Schlachter, Verarbeiter und Händler müssen nach eigener Aussage das Thema Tierwohl aufgrund der anhaltenden öffentlichen Diskussionen weiter vorantreiben. Allerdings müssen dafür noch viele Hausaufgaben gemacht werden. „Unser Kernproblem ist, dass wir häufig zu wenig Tierwohlware für unsere Supermärkte zusammenbekommen“; beschreibt ein Händler die Situation. „Wir müssen dringend darüber diskutieren, wie wir mehr Tierwohlschweine bündeln.“


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14.10.2017

Nordamerikas Schweinebranche rüstet auf

(pigpool Während für die EU-Schweinefleischerzeugung für das laufende Jahr ein leichter Einbruch erwartet wird, stocken die Farmer und Schlachtbetriebe in Nordamerika ihre Produktionskapazitäten immer weiter auf. Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) zufolge wurden in den Vereinigten Staaten zum Stichtag 1. September 2017 insgesamt 73,55 Millionen Schweine gehalten. Das waren 1,76 Millionen Tiere oder 2,5 % mehr als zwölf Monate zuvor und so viele wie noch nie bei einer Herbstzählung seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1964.
 
Am stärksten erhöhte sich der Mastschweinebestand. Er stieg um 3,9 % auf 26,27 Millionen Stück. Die Zahl der Läufer mit einem Gewicht von 23 kg bis 54 kg erhöhte sich um 1,8 %, und die Zahl der Ferkel mit einem Gewicht von weniger als 23 kg stieg im Vergleich zum Vorjahresvergleich um 1,7 % auf 21,57 Millionen Stück. Moderater fiel das Wachstum bei den Sauenherden aus. Hier stieg der Bestand im Vergleich zum Vorjahr nur um 1,2 % auf 6,09 Millionen Tiere.

Auch in Kanada wächst der Schweinebestand weiter. Die dortigen Farmer hielten nach Angaben des Statistikamtes in Ottawa Anfang Juli 14,13 Millionen Tiere. Das waren rund 290.000 Schweine oder 2,1 % mehr als ein Jahr zuvor. Zusammen mit der ebenfalls zu beobachteten steigenden Sauenproduktivität dürfte damit der Grundstock für ein zunehmendes Schweineaufkommen bis weit in das Jahr 2018 hinein gelegt worden sein.
 
Begleitet wird der Aufbau der Schweinebestände in den USA von einer Erweiterung der Schlacht- und Verarbeitungskapazitäten. Anfang September haben zwei neue Werke ihre Arbeit aufgenommen. Die Mitten in der Schweinehochburg Iowa gelegene Betriebsstätte von Seaboard Triumph Foods kann in einer Schicht täglich bis zu 12.000 Tiere verarbeiten. Bei dem Werk von Clemens Food in Michigan sind es 10.000 Schweine. Im kommenden Jahr soll zudem die erste Verarbeitungsstätte des Schweineproduzenten Prestage Farms in Iowa mit einer Schlachtkapazität von täglich 10 000 Tieren ans Netz gehen.
 
Angesichts des expandierenden Bestandes und der Verarbeitungskapazitäten gehen die USDA-Experten davon aus, dass sich die US-Schweinefleischproduktion 2017 auf 11,72 Mio t belaufen und damit das Vorjahresniveau um rund 408.000 t oder 3,6 % übertreffen wird. Im kommenden Jahr soll die Erzeugung ähnlich stark zulegen, und zwar um 3,4 % auf 12,12 Mio t.
 
Die Mehrproduktion an Schweinefleisch in den USA und Kanada wird dem USDA zufolge in erster Linie in den Export gehen. Zwar nimmt in den Staaten der Inlandsverbrauch zu, doch dürften die Schweinefleischausfuhren 2017 gegenüber dem Vorjahr um rund 235.000 t oder 10 % auf 2,61 Mio. t zulegen. Diese Schätzung wird durch Daten der amerikanischen Exportorganisation für Fleisch (USMEF) gestützt, nach denen die Ausfuhr in den ersten sieben Monaten von 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 % auf 1,43 Mio. t zugenommen hat.
 
Die Absatzmenge beim wichtigsten Kunden Mexiko konnte um ein Fünftel auf 457.000 t gesteigert werden. Und auch die Verkäufe nach Japan und Kanada lagen leicht im Plus. Die Lieferungen nach China und Hongkong gingen dagegen zurück, und zwar um 8 % auf 306.460 t. Für 2018 erwarten die Washingtoner Analysten einen nicht mehr ganz so dynamischen Ausfuhranstieg von knapp 4 % auf 2,71 Mio t.


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14.10.2017

PCV3 auch in Dänemark

(pigpool) Es gibt ein neues Circovirus, das die Bezeichnung PCV 3 trägt. Im letzten Jahr wurde es zuerst in den USA beschrieben. Der Nachweis gelang in Zusammenhang mit verschiedenen Krankheitsbildern, unter anderem der PDNS sowie Fruchtbarkeitsstörungen (Aborte, Mumien), Atemwegserkrankungen, Kümmern und bei Schweinen mit Herzbeutel- bzw. Hirnhautentzündungen.

Die Bedeutung des neuen Virustyps konnte noch nicht eindeutig geklärt werden, zumal sich bei den betroffenen Tieren gleichzeitig oft auch andere Erreger nachweisen lassen wie zum Beispiel PCV 2.

Kürzlich wurde der Erreger erstmals auch in Dänemark nachgewiesen. Mitarbeiter des Veterinärinstitutes DTU isolierten den Erreger in archiviertem Material von dänischen Mastschweinen und Sauen. In Infektionsversuchen mit gesunden Schweinen soll jetzt geklärt werden, welche Bedeutung der Keim hat.


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20.10.2017

Schmidt veranlasst Bundesübung für Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest

(pigpool) Bund und Länder haben sich darauf verständigt, sich mit einer Übung im November auf den möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland vorzubereiten. Ziel der Übung, deren Durchführung auf einen Beschluss der jüngsten Agrarministerkonferenz zurückgeht, ist die Optimierung der Kommunikation zwischen dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und den obersten Landesbehörden.

Bei Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen sind neben zuständigen Behörden für Tierseuchen auch die Jagdbehörden betroffen. Dieser notwendigen Erweiterung der Kommunikation wird mit der für November geplanten Übung Rechnung getragen.

„Eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland brächte schwere wirtschaftliche Folgen für alle Schweinehalter mit sich. Ich kann nur erneut alle dazu aufrufen, sich mit der Afrikanischen Schweinepest vertraut zu machen und durch vorsorgendes Verhalten ihren Teil dazu beizutragen, eine weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern", mahnte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Die geplante Krisenübung stellt seiner Meinung nach einen weiteren Baustein für die Vorbereitung auf eine mögliche Einschleppung der Seuche nach Deutschland dar.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) tritt seit 2014 in den baltischen Staaten und in Polen auf. In weiter östlich liegenden Ländern (z. B. Russland, Ukraine) kommt die Seuche seit 2007 bis heute gehäuft vor. Aufgrund des hohen Infektionsdruckes kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Seuche nach Deutschland und in weitere Länder der EU verschleppt wird, mahnt das Bundesagrarministerium weiter.

Der jüngste Ausbruch in der Tschechischen Republik habe dies eindrücklich belegt. Aus diesem Grund hätte das BMEL bereits eine Reihe an Maßnahmen veranlasst, um einer möglichen Einschleppung der Seuche vorzubeugen.


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