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14.08.2017

Spaniens Wachstumskurs hält an

(pigpool) Die Schweinehaltung in Spanien bleibt weiterhin auf Wachstumskurs. Bereits seit April 2016 hat Spanien Deutschland innerhalb der EU den Rang abgelaufen. Im vergangenen Jahr wurden in Spanien 29,2 Millionen Schweine gehalten, davon 2,4 Millionen Sauen. In Deutschland betrug der Schweinebestand 27,4 Millionen Tiere, davon 1,9 Millionen Sauen.

Die Gründe für dieses Wachstum in Spanien hat das Fachmagazin Pig Progress jetzt näher analysiert. Anders als in anderen europäischen Ländern ist in Spanien die Integration in der Schweinehaltung besonders ausgeprägt. Die verschiedenen landwirtschaftlichen Produktionsstufen sind eng miteinander vernetzt. Die Integration wird sowohl von Seiten der Futtermittelindustrie als auch von der Schlachtindustrie betrieben.

Der Motor der spanischen Schweineproduktion liegt im Nordosten des Landes in den Regionen Katalonien und Aragon. Hier werden zusammen 50 % aller spanischen Schweine gehalten. Allein in Katalonien konzentrieren sich 43 % der Schlachtkapazitäten. Im Zuge des Strukturwandels haben sich die Betriebe zunehmend spezialisiert. Bereits in 2010 wurde mehr als die Hälfte der Sauen in Betrieben mit mehr als 1 000 Sauen gehalten. Vor dem Hintergrund der weiteren Spezialisierung und Integration wird erwartet, dass die überwiegende Mehrheit der Ferkel in Zukunft in Betrieben produziert wird, die mehr als 3 000 Sauen halten.

Für das Wachstum gibt es viele Gründe. Die spanischen Schweinehalter haben in den letzten Jahren viele Stallgebäude modernisiert und die Tierhaltungsverfahren verbessert. Die Spezialisierung führte zudem dazu, dass die Logistik optimiert wurde und viele Betriebe über einen überdurchschnittlichen Hygienestatus verfügen. Darüber hinaus setzen die spanischen Schweinehalter immer mehr leistungsfähige Genetik aus dem Ausland ein.

Trotz stetigem Wachstum gibt es auch eine Kehrseite. Seit Jahren stagniert der Konsum von Schweinefleisch im eigenen Land. Etwa 35 % wird als Frischfleisch, 65 % als verarbeitetes Fleisch konsumiert. Daher ist die spanische Schweineindustrie auf steigende Exporte angewiesen, vor allem nach Asien.


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14.08.2017

Afrikanische Schweinepest: Infektionsgebiet in Tschechien jetzt abgesperrt

(pigpool) Die tschechischen Behörden haben die Maßnahmen gegen die unter Wildschweinen grassierende Afrikanische Schweinepest verschärft. In dem 50 km2 großen Infektionsgebiet um die östliche Stadt Zlin dürfen Wald und Felder nicht mehr von Menschen betreten werden, teilte Jiri Cunek, Präsident der Verwaltungsregion Zlin, am Dienstag laut APA mit.

Die Polizei werde die Einhaltung der Anordnung überwachen. Ausnahmen gelten nur für bestimmte Gruppen wie Förster und Landwirte. Rund 350 Schilder sollen auf das neue Verbot aufmerksam machen. Am Wochenende war ein kilometerlanger Elektrozaun fertiggestellt worden, der bereits infizierte Wildschweine in dem Gebiet halten soll.

Die staatliche Veterinärbehörde hat das Virus inzwischen bei 82 untersuchten Tierkadavern nachgewiesen. Für eine Ausbreitung in andere Regionen des Landes gebe es bisher keine Anzeichen, hieß es. In dem Ansteckungsgebiet sollen nun auch Käfigfallen eingesetzt werden. "Wir wollen so viele Wildschweine wie möglich abfangen", sagte Cunek der Agentur CTK.


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14.08.2017

Einfluss der Gruppenhaltung auf die Sauen

(pigpool) Die Gruppenhaltung von Sauen im Wartestall ist seit 2013 EU-weit Pflicht. Erfahrungen über diesen Zeitraum zeigen heute, dass Sauen in Gruppenhaltung ruhiger und in besserer körperlicher Verfassung sind als Sauen im Kastenstand. Dadurch sind sie zudem besser vorbereitet auf die Geburt.

Wie die Fachzeitschrift Pig Progress berichtet, untersuchten Wissenschaftler des französischen Forschungsinstituts für Landwirtschaft (INRA), ob es einen Unterschied zwischen Sauen gibt, die in konventionellen Gruppenhaltungssystemen gehalten werden und solchen, die in einer reizreicheren Umwelt mit erhöhtem Platzangebot und Stroheinstreu gehalten werden. Zudem erforschten sie, ob das verbesserte Wohlbefinden der Sauen auch den neugeborenen Ferkeln zugute kommt.

Wie die Auswertungen zeigen, war die Cortisol-Konzentration im Speichel (als Gradmesser für den empfundenen Stress) bei Sauen in reizreicherer Umwelt an Tag 35 und Tag 105 der Trächtigkeit geringer als bei Sauen in konventioneller Gruppenhaltung. Und auch bei der Mobilität der Tiere gab es Unterschiede. Beim Umstallen in den Abferkelbereich lahmten 18 % der zuvor konventionell gehaltenen Sauen. Bei den Sauen, die in reizreicherer Umwelt gehalten wurden, waren es dagegen nur 2 %. Allerdings wirkten sich die unterschiedlichen Haltungsformen nicht auf das Immunsystem der Ferkel aus.

In einem weiteren Versuch hat das INRA gemeinsam mit der französischen Gesellschaft für Tierernährung und einem Veterinärmedizinischen Institut in Tschechien erforscht, ob sich die Haltung auf Spaltenboden bzw. auf Tiefstreu auf die Darmflora von Sauen und Ferkeln auswirkt. Ergebnis: Die Zusammensetzung der Darmbakterien der Sauen unterschied sich deutlich zwischen beiden Haltungssystemen. Die Wissenschaftler begründeten die Unterschiede in der Aufnahme von Stroh im Tiefstreu-Haltungssystem. Bei den Ferkeln wirkte sich die Haltungsform der Sauen dagegen kaum auf die Darmflora aus.


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14.08.2017

Dänen setzen im Schnitt 32,2 Ferkel ab

(pigpool) Die dänischen Sauenhalter haben im vergangenen Jahr durchschnittlich 32,2 Ferkel pro Sau abgesetzt. Die Anzahl lebend geborener Ferkel betrug 16,3, abgesetzt wurden 14,1 Ferkel pro Wurf. Das geht aus einem aktuellen Betriebsvergleich der dänischen Branchenorganisation „Danske Svineproducenter“ hervor. Die Zahlen basieren auf den Abferkeldaten von rund 450.000 Sauen, die auf 570 Betriebe verteilt sind. Die mittlere Herdengröße beträgt 767 Sauen.

Die magische Leistungsgrenze von 30 Ferkeln wurde von den dänischen Betrieben bereits 2013 geknackt. Im Jahr 2015 setzen die Dänen schon 31,4 Ferkel ab. Pro Jahr konnte die Absetzleistung im Mittel um 0,8 Ferkel pro Sau und Jahr gesteigert werden.


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14.08.2017

Neues Circovirus auch in Dänemark

(pigpool) Das im vergangenen Jahr zunächst in den USA und später auch in China nachgewiesene neue Circovirus vom Typ 3 (PCV 3), findet sich offensichtlich auch in dänischen Schweinebeständen. Das ergab eine Untersuchung, die das DTU Veterinärinstitut und das dänische Forschungszentrum Seges gemeinsam durchgeführt haben. DTU-Forscher konnten den Erreger in archiviertem Probenmaterial von dänischen Mastschweinen und Sauen nachweisen, berichtet das Fachblatt Boerderij Vandaag. Es handele sich jedoch um niedrige Konzentrationen, wie man sie auch in andern Ländern finde. Akute Probleme bereite der Erreger zurzeit noch nicht.
 
In den USA wurde PCV 3 in Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten nachgewiesen wie Hautveränderungen (PDNS), Fruchtbarkeitsstörungen (Aborte, Mumien), Atemwegserkrankungen und Kümmern. Noch sei jedoch unklar, welche Bedeutung der neue Erreger habe, der sich genetisch deutlich von den Circoviren unterscheide, die man bisher beim Schwein nachgewiesen habe wie z.B. PCV 2. Infektionsversuche mit gesunden Tieren, die genau das klären sollen, stehen noch aus.  


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14.08.2017

Deutsche Fleischproduktion rückläufig

(pigpool) Die gewerblichen Schlachtbetriebe in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2017 rund 4,0 Mio t Fleisch produziert; das waren 85 900 t oder 2,1 % weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit zeichnet sich eine Trendwende am deutschen Fleischmarkt ab, denn in den vergangenen vier Jahren war die Erzeugung stetig gestiegen und hatte 2016 mit 8,25 Mio t ein Rekordniveau erreicht. Wie aus den heute vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten vorläufigen Schlachtdaten hervorgeht, waren bei allen Fleischarten Produktionsrückgänge zu verzeichnen.

Nach Angaben der Wiesbadener Statistiker wurden von Januar bis Juni knapp 28,65 Millionen Schweine gewerblich zerlegt; gegenüber der ersten Jahreshälfte 2016 waren 701 400 Tiere oder 2,4 % weniger. Dabei verringerte sich das Angebot an ausländischen Schlachttieren um 337 300 Stück oder 14,3 %, dasjenige aus heimischen Ställen um 364 200 Schweine oder 1,4 %. Bei nur wenig veränderten Schlachtgewichten ging die Schweinefleischerzeugung um 2,2 % auf 2,70 Mio t zurück.

Die gewerbliche Rindfleischerzeugung in Deutschland fiel im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 mit 543 300 t um 2,2 % geringer aus. Maßgeblich dafür war das kleinere Schlachtkuhangebot, das laut Destatis um 42 200 Tiere oder 6,6 % unter dem Vorjahresniveau lag. Aufgrund der Milchpreiskrise waren im vergangenen Jahr ungewöhnlich viele Kühe ins Schlachthaus geliefert worden. Bei den Jungbullen verringerte sich das Schlachtaufkommen binnen Jahresfrist um 1,0 % oder 6 100 Tiere; die dazugehörige Fleischerzeugung blieb mit knapp 250 000 t jedoch auf dem Vorjahresniveau stabil. Gleiches galt für die Produktion von Kalb- und Färsenfleisch.

Auch die lange Jahre expandiere Geflügelfleischerzeugung in Deutschland fiel im ersten Halbjahr 2017 geringer als im Vorjahreszeitraum aus; sie nahm insgesamt um 1,5 % auf 746 500 t ab. Dabei verzeichnete die Produktion von Hähnchenfleisch ein moderates Plus von 0,2 % auf 478 600 t. Die Erzeugung von Putenfleisch ging dagegen um 3,1 % auf 230 600 t zurück. Zudem war die gewerbliche Produktion von Schaf- und Lammfleisch im Betrachtungszeitraum um 3,3 % auf rund 9 900 t rückläufig.


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14.08.2017

Aktuelle Schweinepreise am Markt

Marktverlauf Schweinepreise:

Die Hauspreispolitik einiger Schlachtstätten fand in der abgelaufenen Woche ein Ende, der VEZG-Preis von 1,70 € wurde flächendeckend akzeptiert. Die zur Verfügung stehenden Mengen schlachtreifer Schweine lassen sich problemlos platzieren, obwohl die schlachtindustrie weiterhin die Situation am Fleischmarkt beklagt. Die Preisempfehlung der VEZG wird unverändert mit 1,70 € fortgeschrieben.

Schweinepreise Angebot und Nachfrage:  99%, mittel - rege


Marktverlauf Ferkelpreise:
 
  Das etwas zurückgehende Ferkelangebot und die Stabilisierung des Schlachtschweinemarktes führt auch zu einem unveränderten Ferkelpreis. Die Vermarktung von freien Ferkelpartien ist zur Zeit allerdings aufgrund der anstehenden Erntearbeiten nur eingeschränkt möglich.
 
Ferkelpreise Angebot und Nachfrage:  89%, mittel - ruhig

 

Preise für Schlachtschweine
Netto € /kg Schlachtgewicht

Ferkelpreise
Netto € / Schlachtgewicht

Kalenderwoche

 

Freie Vermarktung
100er Partie

Gekopp. Vermarktung
400er Partie

31 / 32

1,70 € / kg

63,- € / 28 kg

65,- € / 28 kg

32 / 33

1,70 € / kg

63,- / 28 kg

65,- € / 28 kg


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