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24.02.2020

Ferkelkastration: Entscheidungshilfe für Schweinehalter

(pigpool) Deutsche Schweinehalter müssen bis Ende 2020 eine wirtschaftliche und praktikable Alternative zur betäubungslosen Kastration männlicher Ferkel haben. Hierzu hat das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) eine Broschüre über die verschiedenen Kastrationsalternativen zusammengestellt. Von Immunokastration, Ebermast, Kastration unter Isofluran- bzw. unter Injektionsnarkose werden Vor- und Nachteile, betriebliche Voraussetzungen und betriebswirtschaftliche Konsequenzen dargestellt. Die Broschüre können Sie HIER herunterladen.

Praktiker berichten

In Youtube-Videos vom BZL-Kanal und unter www.praxis-agrar.de berichten Schweinehalter zudem von ihren Erfahrungen, die sie mit den Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration gesammelt haben.

Landwirte können sich über Vermarktungsmöglichkeiten informieren und einen Einblick in die Kastrationsmethoden im Ausland bekommen.

Termine vor Ort

Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) sowie das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) organisieren bundesweit bis August 2020 regionale Veranstaltungen mit Erfahrungsberichten und Tipps von Praktikern. Die Termine sind beim BRS sowie beim FiBL zu finden.


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21.02.2020

Notdienstgebühr seit 14. Februar gültig

(pigpool) Seit dem 14. Februar 2020 gilt die geänderte Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Demnach muss eine pauschale Notdienstgebühr bei einem Tierarztbesuch außerhalb der Dienstzeiten in Höhe von 50 € berechnet werden. Zudem müssen Veterinäre für tierärztliche Leistungen im Notdienst mindestens den 2-fachen Satz abrechnen. Dem Tierarzt wird es im Notdienst ermöglicht, künftig bis zum 4-fachen Satz abzurechnen.

Die Notdienstgebührensätze gelten zu folgenden Zeiten:

  • täglich von 18.00 Uhr bis 8.00 Uhr des jeweils folgenden Tages (Nacht),
  • von freitags 18.00 Uhr bis 8.00 Uhr des jeweils folgenden Montages (Wochenende) sowie
  • von 0.00 Uhr bis 24.00 Uhr eines gesetzlichen Feiertags.


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21.02.2020

Fachtagung zu Antibiotika-Resistenzen

(pigpool) Die Problematik von Antibiotikaresistenzen ist nach wie vor sehr aktuell und stellt die landwirtschaftliche Praxis, Ärzte und Behörden vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund organisiert der Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen mit der Universität Vechta zum dritten Mal ein interdisziplinäres Symposium zu diesem Thema. Die Veranstaltung findet am 11. März 2020 von 9.15 Uhr bis 17.00 Uhr im Hörsaal Q 015 der Universität Vechta statt. Als Mitveranstalter dabei sind das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (LAVES), das Landesgesundheitsamt Niedersachsen (NLGA), das niedersächsische Gesundheitsministerium sowie die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo).
Die Veranstaltung trägt den Titel „Antibiotika-Anwendungssituation 2020: One Health - Mensch - Tier -Umwelt“ und ist Teil einer LEADER-geförderten Reihe an der Universität Vechta sowie des Verbundes Transformationswissenschaften agrar Niedersachsen. Für die Tagung werden keine Gebühren erhoben. Um eine Anmeldung wird gebeten, und zwar HIER. Dort finden sich auch genauere Informationen zum Programm.

 

 

 
 


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21.02.2020

Lohnt sich mehr Tierwohl beim Schwein?

(pigpool) Wie rechnet sich Tierwohl? Stefan Leuer hat sich genauer angeschaut, welche Kosten auf die Landwirte zukommen, wenn sie sich für ein Label entscheiden. Dabei betrachtete er die Initiative Tierwohl (ITW), das geplante staatliche Tierwohllabel und die Anforderungen der Haltungskennzeichnung, die der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) definiert hat. Als Vergleichsbasis setzte er den gesetzlichen Standard. Die Ergebnisse hat er Mittwoch auf der DLG Wintertagung in Münster vorgestellt.

 

Grafik Platzbedarf

Alle Label schreiben mehr Platz für das einzelne Tier vor. (Bildquelle: Leuer)

Zentrale Forderung aller Label ist: Mehr Platz für das einzelne Tier. Das ist auch der größte Kostenfresser. Den größten Platzbedarf haben die dritte Stufe des Staatlichen Tierwohllabels und die Anforderungen der Haltungsform Premium, die der Lebensmitteleinzelhandel definiert hat.

Grafik Kosten Platzbedarf

Die größten Platzforderungen der Haltungsstufe Premium vom LEH verursachen auch die höchsten Kosten. (Bildquelle: Leuer)

Die höchsten Kosten verursacht demnach auch die Haltungsform Premium des Lebensmittelein: 25 €/Mastschwein verlieren die Mäster dort bei 2,8 Umtrieben im Jahr. „Wer die Chance hat, neuzubauen, würde geringere Kosten haben, wenn er auf höhere Tierwohlstandards setzt“, sagt Leuer. Bei der höchsten Stufe im LEH würde das Mehrkosten von 23 €/Mastschwein bedeuten.

 

Kosten Raufuttervorlage

Der Raufutterautomat verursacht die geringsten Arbeitskosten von nur 22 ct/Mastschwein. (Bildquelle: Leuer)

Der zweithöchste Kostenpunkt ist die Raufuttervorlage. Diese schreiben bis auf die Stallhaltung Plus und die ITW nur optional alle Labelstufen verpflichtend vor. Neben der Vorlage kostet das vor allem Arbeitszeit. Daher schneidet der Raufutterautomat trotz höherer Anschaffungskosten unterm Strich mit 1,49€/MS besser ab, als der Düsser Wühlturm (1,71€/MS) und die Strohraufe (1,82€/MS).

Insgesamt bedeutet eine höhere Tierwohlstufe mehr Arbeit. Stefan Leuer nannte hier ein Beispiel: Bei einem Sauenhalter mit 250 Sauen (30 Ferkel/Sau/Jahr) bedeutet eine Umstellung von gesetzlichem Standard zu der dritten Stufe beim staatlichen Tierwohllabel 74 % mehr Arbeitsaufwand. „Hätte er vor der Umstellung 2,7 Arbeitskräfte beschäftigt, müsste er nach der Umstellung zwei weitere Arbeitskräfte einstellen. Wo sollen die bei dem aktuellen Fachkräftemangel denn herkommen?“, wundert sich Leuer.

 

Grafik Platzbedarf

Alle Label schreiben mehr Platz für das einzelne Tier vor. (Bildquelle: Leuer)

Alle Tierwohllabel bedeuten insgesamt höhere Produktionskosten. Probleme sieht der Berater beim staatlichen Tierwohllabel, da bisher nur Vorschläge zur Finanzierung und Umsetzung vorliegen, die die Politik erst noch umsetzen muss.

Bei der Haltungskennzeichnung steht die Finanzierung über die ITW und andere Markenfleischprogramme. Hier bemängelte er allerdings, dass das System nur für Mastschweine gilt. „Die Ferkel habe ich in den Berechnungen gleich bewertet, weil es keine Vorgaben für die Ferkelhaltung gibt“, sagt er.

Bei der ITW zieht dagegen die gesamte Kette mit. „Die ITW als solches hat sich bewährt und entwickelt sich weiter“, ist sein Fazit.


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21.02.2020

Aktuelle Schweinepreise am Markt

Schweinepreise

Angebot - Nachfrage:  95%, mittel -lebhaft

Marktverlauf: 
Einerseits beklagen die Schlachtstätten fehlende Impulse im Inlands- und Exportgeschäft, andererseits fragen sie das rückläufige Angebot schlachtreifer Schweine zum Teil lebhaft nach, so dass von einem Nachfrageüberhang gesprochen werden kann. Der Richtpreis steigt in dieser Woche daher um 0,06 € auf 1,91 €.

Ferkelpreise

Angebot - Nachfrage:  99%, rege

Marktverlauf: 

Die positive Entwicklung auf dem Schweinemarkt führt zu einer weiterhin ungebremsten und nicht zu bedienenden Nachfrage nach Ferkeln. Die SVG Notierungen steigen dementsprechend auch in dieser Woche um 3,00 € an. Die SVG Exportnotierung steigt hingegen um 3,28 €.
 
 

 

Schlachtschweine

Ferkel 100er Partie

Ferkel 400er Partie

KW 07./ 08.

1,91 EUR

 84 EUR/ 28kg

86 EUR/ 28kg

KW 08./ 09.

1,96 EUR

 87 EUR/ 28kg

89 EUR/ 28kg