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21.03.2017

Kastration: Tierschutzbund fordert früheren Ausstieg

(pigpool) In Deutschland dürfen Ferkel ab dem 1.1.2019  nicht mehr ohne Betäubung kastriert werden. Derzeit stehen dem Ferkelerzeuger drei Alternativen zur Verfügung: die Ebermast, die Immunokastration und die Kastration unter Vollnarkose.

Der Agrarausschuss des Bundesrats hat aktuell über den Entwicklungsstand der alternativen Verfahren zur betäubungslosen Ferkelkastration beraten. Und ist zu dem Schluss gekommen, dass die drei genannten Methoden sowohl tierschutzkonform als auch praktikabel sind. Aus diesem Grund fordert der Deutsche Tierschutzbund, dass die Verfahren bereits vor dem 1.1.2019 umgesetzt werden sollen.

„Im Gegensatz dazu sei die Lokalanästhesie als Alternative nicht geeignet und aus Tierschutzsicht abzulehnen“, so der Deutsche Tierschutzbund. Zahlreiche Studien zeigten, dass die Injektion des Lokalanästhetikums einen zusätzlichen Stress- und Schmerzfaktor vor der Kastration darstelle und die Betäubung ungenügend sei, um den Kastrationsschmerz vollständig auszuschalten.


 


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21.03.2017

Aktuelle Schweinepreise am Markt

Marktverlauf Schweinepreise:

Trotz des Preisanstiegs der Vorwoche reicht das Angebot schlachtreifer Tiere nicht aus, die phasenweise lebhafte Nachfrage zu bedienen. Der Preis steigt daher erneut, diesmal um 0,03 € auf 1,57 €.

Schweinepreise Angebot und Nachfrage:  97%, mittel - lebhaft


Marktverlauf Ferkelpreise:
  Die Tendenz der Vorwochen hält auch in dieser Woche an. Die Nachfrage nach Ferkeln kann weiterhin nicht komplett bedient werden. Die SVG Notierungen steigen auch in dieser Woche um 1,00€ pro Ferkel an.
 
Ferkelpreise Angebot und Nachfrage:  101%, rege

 

Preise für Schlachtschweine
Netto € /kg Schlachtgewicht

Ferkelpreise
Netto € / Schlachtgewicht

Kalenderwoche

 

Freie Vermarktung
100er Partie

Gekopp. Vermarktung
400er Partie

9 / 10

1,54 € / kg

62,- € / 28 kg

64,- € / 28 kg

10 / 17

1,57 € / kg

63- / 28 kg

65,- € / 28 kg


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14.03.2017

Abferkelbuchten für die Freilaufhaltung auf dem Prüfstand

(pigpool) Bis 2020 will die dänische Schweineproduktion 10 % der säugenden Sauen in Freilaufhaltung umsetzen. Um Ferkelerzeugern Lösungen zu zeigen, wie die Abferkelbuchten aussehen könnten, hat das SEGES Pig Research Centre in Kooperation mit dänischen Schweineproduzenten ein Versuchszentrum eingerichtet. Im Rahmen von Produkttests sollen dort zukunftsfähige Abferkelbuchten für die Freilaufhaltung untersucht werden.

An dem Projekt nehmen sieben Hersteller aus Dänemark und drei Hersteller aus Österreich, Großbritannien und den Niederlanden teil. Im Fokus der Produkttests steht die Untersuchung der Funktionalität von diesen Abferkelbuchten aus Sicht des Personals, der Sau und der Ferkel. Bis Ende 2017 sollen die Versuchsergebnisse vorliegen und dem Landwirt helfen, das optimale System für seinen Betrieb und seine Tiere zu finden. Nach Vereinbarung können Interessierte das Versuchszentrum besuchen und die verschiedenen Abferkelbuchten anschauen.


 


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14.03.2017

Dänemark: Strengere Regeln für Colistin

(pigpool) Um dem steigenden Colistin-Einsatz in der dänischen Schweinehaltung entgegenzuwirken, soll der Verbrauch von Colistin im sogenannten "Gelbe-Karten-System" künftig mit dem Faktor 10 verrechnet werden. Eine Behandlung mit Colistin würde danach wie zehn Behandlungen mit einem anderen Antibiotikum angerechnet, meldet das Online-Portal "Animal Health Online". Ein Schweinehalter, der viel Colistin einsetzt, käme somit schneller an den Punkt, an dem obligatorische Prüfungen und Beratungsmaßnahmen angeordnet sind.
 
Hintergrund: Der Colistin-Einsatz in der Tiermedizin wird seit einiger Zeit sehr kritisch beurteilt. Denn in der Humanmedizin wird das Präparat als Reserve-Antibiotikum speziell gegen Carbapenem-resistente Enterobakterien eingesetzt, wenn diese gegen andere Antibiotika bereits unempfindlich sind. Das Mittel schädigt jedoch die Nieren und wird daher nur selten eingesetzt.

Bei Geflügel und bei Ferkeln wird Colistin sehr erfolgreich zur Behandlung von Darmerkrankungen eingesetzt, wie z.B. bei der Ödemkrankheit. Da Colistin kaum aus dem Darm aufgenommen wird, spielt hier die nerven- und nierenschädigende Wirkung nur eine untergeordnete Rolle.
 


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14.03.2017

Kastrationsverbot: Wie weit sind die anderen EU-Länder?

(pigpool) In puncto Ferkelkastration ist Deutschland Vorreiter: Ab 2019 dürfen männliche Ferkel bei uns nicht mehr betäubungslos kastriert werden. Doch wie gehen die anderen europäischen Länder mit der „Brüsseler Erklärung“ um, die das Ende der betäubungslosen Ferkelkastration markiert? Das war das zentrale Thema beim 6. Treffen einer Expertengruppe zu Alternativen der chirurgischen Ferkelkastration in Brüssel, zu dem die belgischen und niederländischen Tierschutzminister eingeladen hatten.

 

  • In Dänemark steht die Kastration unter Schmerzausschaltung weiterhin im Fokus. Koordiniert werden die Überlegungen zum Kastrationsverzicht von einem Komitee, das die Fleischindustrie ins Leben gerufen hat.
  • In Deutschland kommt zusätzlich die Jungebermast und Jungebermast in Verbindung mit Immunokastration infrage. Laut Prognosen wird erwartet, dass die Hälfte der deutschen Ferkelerzeuger die männlichen Tiere künftig unter Betäubung kastrieren wird, ein Drittel könnte auf die Immunokastration zurückgreifen. Der Rest entfiele auf die Jungebermast.
  • In Spanien hat die Ebermast seit langer Zeit Tradition. Die Eber werden vor der Geschlechtsreife mit einem geringen Gewicht geschlachtet. Nur 10 % der männlichen Schweine werden dort kastriert, davon rund ein Drittel mittels Immunokastration. Hier äußerten die Spanier allerdings Bedenken hinsichtlich Fleischqualität und Export-Problemen, da der typische Iberico-Schinken von Kastraten stammt.
  • In Frankreich macht die Jungebermast mit einem Anteil von 10 % einen geringen Anteil am französischen Markt aus. Derzeit wird die Kastration unter Schmerzausschaltung durch den Tierarzt geprüft, die so verursachten Kosten sehen die Franzosen allerdings problematisch.
  • Belgien ist bei der Immunokastration eindeutig ein Vorreiter, der Großteil der männlichen Ferkel wird bereits immunokastriert. Die führenden Handelsunternehmen im Inlandsmarkt forderten den Verzicht der betäubungslosen Kastration. Für den Export werden aber weiterhin männliche Schweine ohne Betäubung kastriert. In einem belgischen Forschungsprojekt soll bis 2018 eine schnelle und günstige Methode der Massenspektrometrie zur Ebergeruchs-Detektion untersucht werden.
  • Die Situation in den Niederlanden sieht ähnlich aus. Für den Inlandsmarkt ist die betäubungslose Kastration fast vollständig gestoppt und durch Jungebermast ersetzt worden.
  • In Norwegen wird die Kastration von männlichen Schweinen seit 2003 unter Gabe von Schmerzmitteln durch den Tierarzt durchgeführt, nur wenige Landwirte mästen Jungeber. Bis Ende 2017 soll die Immunokastration dort populärer werden. Man geht davon aus, dass dann bis zu 15 % der männlichen Ferkel mit Improvac behandelt werden.


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12.01.2016

Übertragbares Resistenzgen in Keimen von Nutzvieh nachgewiesen

(pigpool) Laut ersten Untersuchungsergebnissen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ist das erstmalig in China nachgewiesene übertragbare Gen mcr-1, das eine Resistenz gegenüber dem Antibiotikum Colistin verursacht, auch in Darmbakterien von Nutztieren in Deutschland verbreitet.
Übertragbare Resistenzgene können nach Angaben der Wissenschaftler von harmlosen Darmbakterien auf Krankheitserreger übertragen werden und die Therapie gegen diese erschweren. Bisher ist man davon ausgegangen, dass eine Resistenz gegenüber Colistin nicht zwischen Bakterien übertragen werden kann, so das BfR.


Inwieweit die übertragbare Antibiotikaresistenz bei der Behandlung von Infektionskrankheiten des Menschen eine Rolle spielt, muss nun seitens der Humanmedizin erforscht werden. BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel betonte: „Die aktuellen Ergebnisse bestätigen, dass die Strategie eines verantwortlichen Einsatzes von Antibiotika weiter konsequent verfolgt werden muss. In der Nutztierhaltung wird Colistin vor allem bei Darmerkrankungen eingesetzt. In der Humanmedizin kommt Colistin bei Enterobakterien zum Einsatz, wenn diese gegen andere, für den Menschen besser verträgliche Antibiotika, unempfindlich sind.


 


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