Header-Grafik

Saugferkeldurchfall: " Wie halte ich den Kasten sauber, wenn die K...e am Dampfen ist?"

   
   Teil 8



Follikelausbildung bei Jungsauen nach Einsatz verschiedener Hormonprodukte


Für Sie gelesen: Originalbericht aus dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie, Dummerstdorf:
Klaus-Peter Brüssow, Falk Schneider und Wilhelm Kanitz:  

Untersuchungen zu Hormonkonzentrationen nach Applikation unterschiedlicher Reproduktionsbiologika bei Jungsauen, Praktischer Tierarzt, 11/2010
 
Die Brunstsynchronisation und -stimulierung bei geschlechtsreifen Jungsauen hat sich in der modernen Ferkelerzeugung längst wirtschaftlich bewährt, weil:
 
1.     Eine kontrollierte Eingliederung der Jungsauen in den Produktionsrhythmus gewährleistet wird (Arbeitswirtschaft)
2.     Eine hohe Fruchtbarkeitsleistung der Jungsauen sichergestellt wird (biologische Leistung)
 
Die Forscher aus Dummersdorf untersuchten, in wieweit sich die Fruchtbarkeitsleistung von geschlechtsreifen Jungsauen mit unterschiedlichen Hormonpräparaten steuern lässt.
 
Bei den Versuchstieren handelte es sich um zuvor synchronisierte geschlechtsreife Jungsauen. Die Jungsauen wurden in eine der 4 folgenden Versuchsgruppen (jeweils n=6) eingeteilt und 48 Stunden nach der letzten Altrenogest-Gabe mit dem entsprechenden Präparat zur Brunststimulierung behandelt:


1.     850 IE PMSG
2.     2 ml Peforelin
3.     1 ml (50 µg) GnRH
4.     unbehandelte Kontrolle
 
Die Fruchtbarkeitsleistung hängt unter anderem von der Menge der ovulationsfähigen Follikel an den Eierstöcken ab. In diesem Experiment wurde der Ovarstatus per Endoskopie 5 und 6 Tage nach Injektion der verschiedenen Präparate  bestimmt (Tabelle 1):
 
Tabelle1: Mittlere Anzahl ovulationskompetenter Follikel  
 
  PMSG Peforelin GnRH unbehandelte Kontrolle
 Follikel 22,3 ± 1,0b 17,5 ± 1,3a 15,2 ± 1,1a 17,7 ±1,0a
 
Der Hinweis der Autoren: "Nur die Anwendung von PMSG scheint die Anbildung einer genügend großen Anzahl ovulationskompetenter Follikel zu ermöglichen, die für Wurfgrößen von 15 lebend geborenen und vitalen Ferkeln notwendig sind."


zurück zur Übersicht